Eid Gebete

Eid Gebete (auch ‚Salat al-eid‘ oder ‚Salat al-idayn‘) sind bestimmte Festtagsgebete. Hierbei unterscheidet man zwischen dem zum Fitr-Fest bzw. ‚Zuckerfest‘ (‚Eid al-Fitr‘) und dem zum Opferfest (‚Eid al-Adha‘).

 

Das ‚Eid al-Fitr‘-Gebet wird am ersten Tag des 10. Monats (‚Shawwal‘) des islamischen Kalenders (der Monat nach Ramadan) zu Beginn des Festtages gebetet.

 

Das ‚Eid al-Adha‘-Gebet ist für den Morgen des 10. ‚Dhul-Hidscha‘ vorgesehen, an welchem das opferfest stattfindet. Es ist der Höhepunkt der Pilgerfahrt (‚Hadsch‘) nach Mekka.

 

Eid al-Fitr – Zuckerfest

Das Zuckerfest (s. Ramadan) und das Opferfest sind zwei der wichtigsten Feste im Islam. Das Opferfest ist Teil des Pilgerfahrt (‚Hadsch‘), die einmal im Jahr stattfindet und einmal im Leben verpflichtend ist, da sie die Fünfte der fünf Säulen ist. Sie findet Im letzten Monat des islamischen Kalenders (‚Dhul-Hidscha‘) statt. Für den auswärtigen Pilger ist es vorgesehen eine Bestrebungs-Pilgerfahrt zu machen, diese setzt sich aus der Bestrebungs-Wallfahrt (‚umrah‘) und der Pilgerfahrt zusammen. Die Bestrebungs-Wallfahrt soll nach Möglichkeit vor der Pilgerfahrt abgeschlossen sein und fordert, das Erreichen des Weihezustands (‚ihram‘) ab einer Weihestätte (‚miqat‘), das Umkreisen sowie das Gebet des Umkreisens (‚Salat al-tawwaf‘), das Eilen (‚say‘) und das Kürzen (‚taqsir‘) und meint, einen Teil des Kopf- oder Barthaares, der Nägel, der Hand oder des Fußes abzuschneiden. Es symbolisiert den Abschluss von etwas und stellt ein Körperliches Opfer dar.

 

Eid al-Adha – Opferfeste

Die Handlungen der Pilgerfahrt sind hierbei deutlich umfassender. Man begibt sich anfangs wieder in den Weihezustand (‚ihram‘), der ab Mekka beginnt. Anschließend verweilt man auf Arafat, und versammelt sich mit anderen Muslimen, es bildet den Höhepunkt der Pilgerfahrt. Darauf folgt das verweilen in Masch’ar-ul-Haram, welches das stehen von der Morgendämmerung bis zum Sonnenaufgang bei dem Berg Masch’ar-ul-Haram am Tag des Opferfestes beinhaltet. Danach beginnt das Bewerfen des Felsens von Aqaba, ebenfalls am Tag des Opferfestes. Dies symbolisiert das Steinigen des Teufels (‚Schaitan‘) im Herzen.

 

Eid RamadanDanach wird das Opfer, in Mina, in Form eines Opfertieres, gebracht. Anschließend werden bei der Kürzung alle Haare abgeschnitten oder gekürzt. Man verbleibt die folgenden zwei Nächte, die des 11. Und 12. Tages des Monats in Mina und bewirft die drei Felsen am 11. Und am 12. Tag des Pilgermonats. Darauf folgt das Umkreisen der Kaaba, der großen Moschee in Mekka, verknüpft mit dem zugehörigen Ritualgebet (‚Salat-ul-tawwaf). Das Eilen, was danach vorgeschrieben ist bedeutet, dass man zwischen dem Saffa und dem Marwa siebenmal hin und herläuft, die gesamte Strecke beträgt hierbei 3,15 km. Anschließend umkreist man erneut, dieses Mal allerdings wegen den Frauen. Das zugehörige gebet heißt ‚tawwaf-un-nisa‘.

 

Die Pilger

Das Opferfest wir als Höhepunkt der Pilgerfahrt von allen Muslimen auf der Welt gefeiert und verbindet die Pilger mit der Weltweiten Gemeinschaft an Muslimen. Zudem feiert die Weltgemeinschaft, dass die Pilger am Tag zuvor, dem Tag des ‚Arafat‘, Imam Mahdi treffen durften da er laut Überlieferungen jedes Jahr zu dieser Zeit dort ist, auch wenn Er sich nicht zu erkennen gibt. Die Tradition des Opferfestes rührt daher, dass Abraham seinen Sohn Ismael opfern sollte, Jedoch gebot Allah Einhalt, als er seine Bereitschaft sah. Stattdessen opferte Abraham ein Lamm oder einen Widder. Daher kommt auch das Sprichwort „opfere deinen Ismael“, welches ausdrückt, dass man bereit sein muss die irdischen Dinge gehen zu lassen, die einen von der Liebe zu Allah ablenken.

 

Der Tag des Opferfestes beginnt mit dem weltweiten Festgebet, welches optional ist, aber für Männer empfohlen wird (‚mustahab‘). Meistens besucht man danach die Moschee und den Friedhof. Ein weiterer Teil des Opferfestes ist das Schlachten eines Opfertieres, auch dies ist nur empfohlen (‚mustahab‘). Das Fleisch wird anschließend an Arme und Bedürftige verteilt. Die Pilger in Mina Kürzen oder entfernen zudem noch ihre Haare.

 

Die verschiedenen Schulen haben verschiedene Ansichten, was die Pflicht dieser Gebete angeht:

  • Die ‚Hanefi‘ sagen, dass es vorgeschrieben bzw. notwendig ist (‚wajib‘).
  • Laut ‚Maliki‘ und ‚Schafi’i‘ ist es vorgeschrieben (‚Sunna al-mu’akkada‘)
  • Die ‚Hanbali‘ vermitteln, dass es Pflicht (‚fard‘) ist

 

 

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